10 Thesen gegen Rechtsextremismus

Quelle: http://www.kirche-lueneburg.de/wir_fuer_sie/kirche_politisch/gegen_rechts

kirche_politisch/gegen_rechts

Der Amb. Hospizdienst Leine-Solling mit LuToM und AUDEA unterstützt die

„Zehn Thesen gegen Rechtsextremismus“ des Ev.-Luth. Kirchenkreises Leine-Solling

Alternative Fakten, gefühlte Wahrheit, „Fake News“ – immer schwerer scheint es in unserer Zeit, ‚richtig‘ und ‚falsch‘ zu unterscheiden. Klarheit und Eindeutigkeit scheint es kaum mehr zu geben, da viele Gruppen die Deutung der Welt für sich beanspruchen und ihre Sicht der Dinge postfaktisch untermauern. Das verunsichert, schürt Angst und spielt denen in die Karten, die Hass predigen.

Für die Kirche hingegen gibt es nur eine Wahrheit und die passt mit Populismus und insbesondere mit Rassismus nicht zusammen. Ein deutliches Zeichen setzte jetzt der Kirchenkreis Leine-Solling bei seiner Sitzung des Kirchenkreistages am 15. Februar 2017. Von den rund 60 Delegierten aller Kirchenvorstände wurden zehn Thesen gegen Rechtsextremismus verabschiedet als deutliches Signal für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen.

Die zehn Thesen gegen Rechtsextremismus entstanden im Kirchenkreis Lüneburg und wurden seitdem von mehreren Kirchenkreistagen verabschiedet. Superintendent Jan von Lingen ermutigt dazu, über die Thesen in Einrichtungen und Kirchenvorständen zu sprechen und sie auf Homepages, in den Sozialen Medien, Gemeindebriefen und Schaukästen zu veröffentlichen.

Die zehn Thesen gegen Rechtsextremismus

  • In den Augen Gottes ist jeder Mensch kostbar. Als Christen achten wir die Würde jedes Einzelnen.
    / Im Rechtsextremismus erkennen wir menschenverachtende Züge.
  • Jesus von Nazareth hat ein friedfertiges Leben vorgelebt. Als Christen setzen wir uns für den Frieden ein.
    / Im Rechtsextremismus erleben wir immer wieder Gewalt und Hass.
  • Jesus Christus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Johannesevangelium 14,6). Als Christen finden wir in ihm Orientierung. Jesus Christus sendet seine Anhänger in die ganze Welt (Matthäusevangelium 28,18-20).
    / Im Rechtsextremismus werden Menschen durch falsche Alternativen verführt.
  • Als Christen laden wir alle Menschen zur Gemeinschaft ein.
    / Rechtsextremismus grenzt Fremde aus.
  • Gott schenkt das Leben. Als Christen gestalten wir Leben in Verantwortung.
    / Im Rechtsextremismus sehen wir eine Kraft, die das Leben anderer geringschätzt.
  • Die Schöpfung Gottes ist reich und bunt. Als Christen erfreuen wir uns an dieser Vielfalt.
    / Rechtsextremismus klassifiziert Menschen, Völker und Kulturen und schreckt vor Abwertung nicht zurück.
  • Jesus lebte und lehrte Nächstenliebe. Als Christen erkennen wir gerade in den Schwachen unsere Nächsten.
    / Rechtsextremismus verachtet die Schwachen.
  • Jesus von Nazareth war Jude. Jüdische Menschen sind für uns Vorfahren im Glauben.
    / Rechtsextremismus steht für Antisemitismus.
  • Jesus hat Vergebung gelehrt. Als Christen wissen wir um die Unvollkommenheit menschlichen Lebens.
    / Im Rechtsextremismus sehen wir eine Ideologie des perfekten Herrenmenschen.
  • Gott ist der eine Herr (2. Buch Mose 20,2). Das bewahrt uns Christen vor jeglicher Herrschaftsideologie.
    / Rechtsextremismus kommt ohne Führerprinzip nicht aus.

 

Der Amb. Hospizdienst Leine-Solling mit LuToM und AUDEA folgt der „Spenden-Etikette“ der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Das bedeutet:

  1. Generell verstehen sich Spenden rechtlich als gemeinnützig und werden ohne Anspruch auf Gegenleistung angenommen.
  1. Wir folgen den ethischen Standards der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers z.B. für Sponsoring, in denen wir Zwecke ausschließen, die unserem kirchlichen Auftrag widersprechen.
  1. Keine Organisation ist gezwungen Spenden anzunehmen.
  1. Im ethischen Zweifelsfall wenden wir uns an den Ethikausschuss des deutschen Fundraisingverbandes und bitten um Beratung.

 

Wir freuen uns über jede Unterstützung unserer Arbeit. Gleichzeitig möchten wir aber darauf hinweisen, dass sich unsere Hospizarbeit nach definierten ethischen Grundsätzen richtet.

Im Mittelpunkt steht die Achtung der Würde der Erkrankten, ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen, unabhängig von Herkunft oder Religion.

Entsprechend lehnen wir Verbindungen und Kontakte zu extremen Religionen, Parteien und Menschen ab, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen. Wir möchten nicht zusammenarbeiten mit Unternehmen und Menschen, die:

  • sich in der Öffentlichkeit menschenverachtend äußern und/oder kranke und behinderte Menschen diskriminieren
  • Zwangs- und Kinderarbeit unterstützen oder befürworten
  • Frauen diskriminieren
  • sich der Korruption, Bestechung, Steuerflucht oder -betrugs schuldig machen
  • gegen Umweltrecht verstoßen
  • stark gesundheitsschädliche Stoffe oder Produkte herstellen, vertreiben oder verwenden
  • gegen Prinzipien des Tierschutzes verstoßen
  • Militär- oder Rüstungsgüter produzieren oder damit handeln
  • die Atomenergie produzieren oder in diesem Bereich entsprechende Dienstleistungen anbieten

Ja, der Amb. Hospizdienst Leine-Solling mit LuToM und AUDEA ist auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Aber: wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir keine Spendengelder und Hilfen annehmen können, die gegen einen oder mehrere unserer Grundsätze verstoßen.