Gewalt-Schutzkonzept

Print Friendly, PDF & Email
Schutzkonzept: Präambel – diakonisch-ethischer Überbau

Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Art. 1 Abs. 1 GG)

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“ (Art. 2 Abs. 1 GG)

Der Amb. Hospizdienst Leine-Solling versteht seine Arbeit als Ausdruck gelebter Nächstenliebe. Grundlage sind Grundgesetz und christliches Menschenbild: Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes (Gen 1,27). Daraus erwächst die Verpflichtung, die Würde, Freiheit und Unversehrtheit jedes Menschen zu achten und zu schützen.

Nicht mitarbeiten kann, wer Organisationen, Vereinigungen oder Parteien aktiv unterstützt, deren Ziele in Wort und/oder Tat mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung unvereinbar sind.

Gewalt – ob psychisch, physisch, sexualisiert, strukturell, digital – steht im Widerspruch zur diakonischen Sendung. Wir verpflichten uns zur Null-Toleranz gegenüber jeglicher Form von Gewalt, Machtmissbrauch, Diskriminierung oder Grenzverletzung sowie rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen.

Unsere Haltung ist geprägt von Achtsamkeit, Transparenz und Verantwortung.

Das Ziel dieses Konzeptes ist, Menschen zu schützen, Strukturen zu klären, Mitarbeitende zu befähigen und Betroffene zu begleiten.

Es geht um die Prävention jeden grenzüberschreitenden Verhaltens, damit geht das Konzept über den Bereich sexualisierter Gewalt hinaus. Es bezieht bewusst die Perspektive der Mitarbeitenden mit ein. Erwachsene, Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit, ebenso alle Mitarbeitenden.

Ziel und Geltungsbereich

Dieses Schutzkonzept gilt für:

  • alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden,
  • alle Hilfe- und Ratsuchenden, Teilnehmenden und Klient:innen,
  • alle Arbeitsbereiche des Hospizdienstes mit LuToM und AUDEA.

Es dient der Prävention, Intervention und Aufarbeitung von grenzüberschreitenden Verhalten, Machtmissbrauch sowie psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt.

Leitprinzipien
  1. Schutz und Würde – Jeder Mensch hat ein unveräußerliches Recht auf Unversehrtheit.
  2. Verantwortung – Mitarbeitende tragen Verantwortung für sich und andere.
  3. Partizipation – Ratsuchende werden beteiligt, informiert und gestärkt.
  4. Transparenz – Alle Prozesse, Abläufe und Räume sind nachvollziehbar gestaltet.
  5. Selbstsorge – Mitarbeitende reflektieren ihre Rolle, Grenzen und Belastung.
  6. Gerechtigkeit – Täter:innen werden konsequent zur Verantwortung gezogen; Betroffene erhalten Unterstützung und Anerkennung.

>> Das vollständige Schutzkonzept können Sie hier herunterladen: Hospizdienst Leine-Solling – Gewaltschutz-Konzept _2026

Teile diese Information